Konflikte gewaltfrei lösen
„Frieden riskieren“: So lautet das Jahresmotto der diesjährigen 29. Ökumenischen FriedensDekade, die vom 9.bis 19. November bundesweit veranstaltet wird. Zum Internationalen Friedenstag der Vereinten Nationen am 21.September kritisierte der Trägerkreis der Ökumenischen FriedensDekade die seiner Meinung nach einseitige Ausrichtung auf militärische Konfliktlösungsstrategien. „Es ist längst überfällig, dass zivile Methoden der Konfliktbearbeitung weltweit in den Vordergrund gerückt und entsprechend finanziell ausgestattet werden“, fordert Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), neben der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) eine der Trägerorganisationen der FriedensDekade. Gildemeister verweist auf aktuelle kriegerische Auseinandersetzungen wie in Afghanistan oder im Irak und auf schwelende Gewaltkonflikte im Kosovo, im Kaukasus oder in Sri Lanka, in denen auf die militärische Lösung von Konflikten gesetzt würde. Dabei zeigten die Erfahrungen, dass mit Militär im besten Fall eine Waffenruhe erreicht wird, aber kein wirklicher Frieden geschaffen werden könne. In der Ökumenischen FriedensDekade greifen jährlich bundesweit Kirchengemeinden, Jugendgruppen und Friedensinitiativen das Friedensthema in Gottesdiensten, Friedensgebeten und Veranstaltungen auf. Im Trägerkreis der Ökumenischen Friedens-Dekade wirken neben der AGDF und der ACK Deutschland u.a. der Evangelische Entwicklungsdienst, Pro Asyl und die katholische Bewegung Pax Christi Deutschland mit. Mehr Informationen, Tipps und Materialbestellung im Internet: www.friedensdekade.de ( Aus kfd-direkt; Oktober 2008)