Guardini-Preis für Lea Ackermann
((KNA) Lea Ackermann (71), Missionsschwester und Vorkämpferin gegen den Frauenhandel, hat am 7. Oktober den Romano-Guardini-Preis 2008 erhalten. Die Katholische Akademie Bayern ehrte damit das Lebenswerk einer „international hoch angesehenen Frau, die sich aus christlicher Verantwortung für die Opfer von Menschenhandel, Zwangsprostitution und Sextourismus einsetzt“. Die zupackende Ordensfrau sei eine beispielhafte Verfechterin der Rechte von Frauen.
Schwester Lea zeigte sich beeindruckt, dass bereits Romano Guardini (1885-1968) über die Vermarktung des weiblichen Körpers in der Werbung entsetzt gewesen sei. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro will sie an den von ihr gegründeten Verein SOLWODI (Solidarity with Women in Distress) weiterreichen, der auch von der kfd unterstützt wird.
Schwester Lea äußerte sich irritiert darüber, dass es in Deutschland über Menschenhandel und Zwangsprostitution bisher keine breite Empörung in der Bevölkerung gebe. „Das Problem spielt sich nicht auf einem fernen Kontinent ab, sondern mitten unter uns.“ Das Verbrechen werde aber nur unzureichend strafrechtlich verfolgt.
(Aus: kfd direkt vom November 2008)