ZdK fordert politisches Handeln:

 (KNA) Ein stärkeres Vorgehen gegen Zwangsprostitution und Frauenhandel fordert das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Kunden von Zwangsprostituierten sollten strafrechtlich verfolgt werden, verlangte ZdK-Präsident Hans Joachim Meyer in einem am 19. November in Bonn  veröffentlichten Brief an die Bundesjustizministerin, die Bundesfrauenministerin und die Fraktionsvorsitzenden von Union, SPD, FDP und Grünen. Er beklagte, dass die Politik auf diesem Feld bislang weithin untätig geblieben sei. Es seien die „Freier“ selbst, die durch ihr Verhalten gegen das sexuelle Selbstbestimmungsrecht und die Menschenwürde der Zwangsprostituierten verstießen und damit schwerste  Menschenrechtsverletzungen  begingen. Sie sollten deshalb bestraft werden, wenn  ihnen bewusst sei oder sie angesichts der Umstände erkennen könnten, dass es sich bei der Frau um eine Zwangsprostituierte handelt.

Ausdrücklich forderte Meyer dazu auf, die Konsequenzen aus dem Prostitutionsbericht der Bundesregierung vom Januar 2007 zu ziehen. In vielen Punkten sei dort konkreter Handlungsbedarf beschrieben worden. Noch sei aber so gut wie nichts geschehen.   (kfd direkt, Dezember 2008)

 

 

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