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Moderne Sklavenmärkte

Freitag, Februar 20th, 2009

Der kürzlich veröffentlichte globale Bericht  des UN-Büros zu Drogen und Kriminalität (UNODC) in Wien, der auf den Berichten von 155 Staaten beruht, stellt fest, dass Menschenhandel zu 79 % der sexuellen Ausbeutung dient und zu 18 % der Zwangsarbeit. In 30 % der Ländern, die ihre Berichte an das UN-Büro geschickt haben, sind die Menschenhändler zum größten Teil Frauen; in einigen Ländern sind Menschenhändlerinnen sogar die Norm.

In mehreren Gegenden Afrikas und in der Mekong-Region sind die Opfer des Menschenhandels vor allem Kinder; in Westafrika sind bis zu 100 % der Opfer Kinder.

Obwohl die Zahl der Länder zugenommen hat, die das UN-Protokoll gegen Menschenhandel in nationales Recht umgesetzt haben, gibt es immer  noch Staaten, denen es an der notwendigen juristischen Struktur oder einfach am politischen Willen fehlt, um gegen den Menschenhandel vorzugehen.

Antonio Maria Costa, Geschäftsführer des UNODC-Büros in Wien, hat die Schauspielerin Mira Sorvino als Good-Will-Botschafterin im Kampf gegen den Menschenhandel ernannt. Er sagte: “Wir wissen, dass Miras Engagement für die Opfer des Menschenhandels die Menschen bewegen wird, gegen diese moderne Sklaverei aktiv vorzugehen.”

(Siehe http://www.unodc.org/documents/human-trafficking/Global_Report_on_TIP.pdf)